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Neisch Taddooo (wonanassa won) - Bali

Sonntag, 23. September 2012

Diesen Satz hörten wir des öfteren wenn wir hier durch Kuta, die Hauptstadt Balis schlendern. Das eingeklammerte dann gerne vor Tattoostudios.
Doch wie sind wir überhaupt hier her gekommen? Wir hatten uns mal wieder für einen langsamen und budgetschonenden Transfer mit der local ferry und Minibussen entschieden.
Am letzten Abend auf Gili Air sind wir dann doch mal in ein anderes Lokal zum Essen gegangen. Das Wort "Bratkartoffeln" in der Speisekarte gab dann den endgültigen Ausschlag und es schmeckte auch ganz gut.
Am nächsten Morgen ging es dann früh los zum Hafen und die kurze Bootsfahrt war dann recht unspektakulär und auch nicht so voll wie auf der Hinfahrt. In Bangsal kannten wir ja inzwischen den Weg zum "Busbahnhof". Hier angekommen wurde dann ziemlich untalentiert versucht die Reisenden mit unterschiedlichsten Tickets zu gruppieren und der Transport zu organisieren. Der Platz wurde leerer und leerer, nur Sharon, Raphael und ein weiterer Deutscher standen ziemlich verloren rum.
Am Ende wurden wir an die selbe "Firma" verkauft mit der wir her gekommen sind. Es wird dann auf Indonesisch verhandelt und es wechselt Geld den Besitzer und wir stehen blöd rum.
Das Gepäck wurde auf dem Busdach verschnürt, es fiel uns schwer dem zu trauen, aber so ist das hier eben :)



 Das kommt dabei raus, wenn man Stundenlang in nem Bus mit gefühlten 40 Grad sitzt xD
als dann nach einer halben Stunde der "Bus" noch mal anhielt und noch ein Pärchen mit zweieinhalb Meter langer Surfboardtasche zustieg, haben wir uns köstlich amüsiert. Man kann aber wirklich auch nur noch darüber lachen wie hier alles "organisiert" wird, aber es scheint ja auch immer alles zu klappen, zwar immer mit etwas Wartezeit aber bis jetzt sind wir und unser Gepäck immer angekommen :) Wir kamen also samt Gepäck im Hafen von Bengsal an. Schnell ging es auf die Fähre und wir hatten leider das Pech keinen Sitzplatz zu bekommen, also machten wir es uns auf dem Oberdeck ungemütlich. Das Oberdeck bestehend aus Stahlboden und ja, das wars :D

Also auf den Boden gesetzt und die 4,5 Stunden abgewartet.. War das bequem xD Die Überfahrt war lang und hart.
Am Anfang laufen dann immer ganz viele Locals übers Boot und verkaufen kleine Knabberein, diese Mal haben wir auch zugeschlagen, mal wieder lecker Ananas und Bananen :)
Man ließt übrigens immer dass man bei dem Essen in Asien vorsichtig sein muss und das man zum Beispiel keine Eiswürfel bei bestellten Getränke nehmen soll usw usw. also wir haben das alles schon gemacht und wir leben noch :) natürlich ist dass hier alles nicht so sauber wie in Deutschland und wenn das Wasser braun ist dann trinken auch wir es nicht mehr :D aber man kann auch zu vorsichtig sein :D no risk no fun oder halt no leckere Früchte/Fruchtshakes/kühle Getränke/ super günstige und leckere Reis und Nudelgerichte...darauf will doch keiner wirklich verzichten...
Wir passen schon auf ;)
Zu den Transportmitteln die wir uns hier bis jetzt ausgesucht haben, natürlich kann man das alles auch viel einfacher und bequemer haben. Aber ein bisschen Abenteuer wollen auch wir uns dann doch noch erhalten, auch gerade weil wir  von jedem hier durch und durch als Touristen gesehen werden. Indem wir die selben Wege wie die Einheimischen wählen, bekommen wir auf jeden Fall mehr von Land und Leute mit, als der Pauschalreisende. Luxus sucht man dabei natürlich vergeblich , lachen tut man aber umso mehr :)
Wieder auf balinesischem Boden wurde dann wieder um uns geschachert und wir landeten in einem übervollen Minibus in dem Sharon ihren Sitzplatz auch noch teilen durfte, mit einer Alleinreisenden Deutschen und gemeinsam schwitzt es sich ja immer noch am Besten ;)
Kuta präsentierte sich dann wieder ähnlich chaotisch wie am ersten Abend. Der Verkehr ist die Hölle und verpestet die Luft.
 Müde, weil inzwischen 12 Stunden unterwegs, machten wir uns dann auf die Suche nach einer Unterkunft, die uns durch eine Straße voller Surfer- und Schmuckläden führte: Sharon war klar, das hier ist ein Shoppingparadies! Wir fanden dann ein echt schönes Hotel mit Pool und zahlten nicht mal mehr als auf Gili Air.
Für Bali selbst hatten wir nur geplant eine Inselrundfahrt zu machen und so erkundeten wir am nächsten Tag ausgeruht die Stadt. An der Rezeption fing uns dann gleich ein Mitarbeiter unserer Unterkunft ab und erzählte uns von einem Freund der mit uns eine Tagestour machen könnte, hörte sich schon gut an, aber wir gingen erst ein mal weiter zu Fuß Kuta erkunden. Später an diesem Tag nahmen wir dann dieses Angebot für den nächsten Tag dann doch noch an. Den Rest des Tages schlenderten wir dann durch Kuta, wurden unentwegt angequatscht um irgendwelche gefälschten Markenprodukte zu kaufen und erfrischten uns im Hotelpool. Kuta hat zwar einen Strand, aber die Wellen sind einzig fürs Surfen geeignet und Sharons Ohr musste ja auch noch ein bisschen geschont werden. Nachmittags machten wir dann eine Tour durch die Surfmarkenboutiquen.


Am nächsten morgen wurden wir dann von unserem Fahrer, einem Freund des Rezeptionisten, abgeholt und der erste Eindruck war sehr positiv denn er war freundlich und sprach wesentlich besseres Englisch als unser letzter Fahrer. Unser Wunsch war es einen traditionell balinesischen Tanz zu sehen und das war unser erstes Ziel. Der Eintritt war dann für indonesische Verhältnisse ziemlich teuer, trotzdem war es eine ganz nette Veranstaltung. Ich würde es zwar eher als traditionelles Musiktheater bezeichnen aber es handelte sich um den "barong dance" in dem die Dualität von Gut und Böse thematisiert wird. Ohne ein deutsches Begleitblatt hätten wir das aber auch nicht verstanden, der Prinz wurde von einer Frau gespielt obwohl es genug männliche Schauspieler gab und es wurde natürlich Indonesisch gesprochen/gesungen. Wie ihr auf den Fotos seht waren ein paar Kostüme echt ganz schön. Gelacht haben wir auch hier wieder viel, ist schon irgendwie alles lustig und verrückt.







Als nächstes ging es erst in eine Webfabrik und in eine Gold- und Silberschmiede, beides absolut touristisch aber unaufdringlich und deshalb völlig ok für uns.
Auf dem Weg zwischen den Zielen wurden wir dann von der Polizei angehalten und unser Fahrer meinte er regele das schon. Er musste dann umgerechnet einen Euro zahlen um weiter fahren zu dürfen. Falsch gemacht hatte er nichts aber Korruption ist hier in Indonesien ein großes Problem und man sollte sich damit arrangieren wenn man billig davon kommen will. Ihm bleibt quasi nichts anderes übrig als freundlich dem Polizisten etwas Geld zu zu stecken, denn sollte er sich weigern oder unfreundlich sein, wird es einfach nur teurer, drum herum kommt er so oder so nicht. Er erzählte uns dann, dass gerne auch Touristen auf Mietrollern angehalten werden und recht hohe Summen gefordert werden. Da wird aus dem Euro mal schnell 50€. Wir hatten es eh nicht vor, aber nach der Geschichte werden wir es uns wohl zwei Mal überlegen wo wir es machen werden und wo nicht.
Ein Polizist verdient hier um die 200€ im Monat und verdient sich eben durch so Sachen ungestört einiges dazu.
Unser Fahrer interessierte sich aber auch sehr für uns und stellte viele Fragen zu Deutschland und Europa. So entstand ein gutes Gespräch und wir erhielten einen besseren Blick auf die Lebensumstände in Bali. Bali ist eine der reicheren Inseln Indonesiens und das liegt hauptsächlich am Tourismus. Man sieht auch deutlich weniger vermüllte Flächen, dafür bestehen einige Ortschaften nur aus kilometerlangen Aneinanderreihungen von Arts&Crafts Shops.
Unser nächstes Ziel war ein wirklich sehr schöner Tempel, der älteste auf Bali. Man darf jedoch nicht leicht bekleidet in die Tempel, natürlich hatten wir aber kurze Sachen an, daher kann man sich immer vor den Tempeln mit einer Art Tuch ausstatten lassen. Wer das nicht möchte, kommt eben auch nicht rein ;) wir finden das vollkommen in Ordnung, anderes Land andere Sitten. Man muss zwar nicht alles übernehmen und für gut befinden, aber bestimmte Dinge sollte man schon respektieren, das Bekleiden in Tempeln, finden wir, gehört auf jeden Fall dazu.






Raphael versuchte sich an balinesischen Schlaginstrumenten und wir machten viele Fotos.
So ein Tempel ist schon wirklich beeindruckend und man vergisst auch schnell den ganzen Trubel um sich herum, eine ganz andere Welt ist das...

Die Künstlerstadt Ubud im Landesinneren war unser nächstes Ziel, allerdings war unser Interesse den Affenwald zu besichtigen nicht sonderlich groß. Von Fiona wussten wir ja schon, dass die Affen teilweise trainiert sind, den Touristen lose Gegenstände wie Brillen und Mützen zu klauen, die man sich dann am Ausgang von den locals zurückkaufen muss. Wir entschieden uns also für einen Spaziergang durch das deutlich ruhigere und relaxtere Ubud. Sharon ist inzwischen ein Profi im Preise drücken.
Durch bergige Landschaften ging es hinauf zu einem Dorf das mit dem Blick auf Balis Vulkan und dem größten See aufwartet.


 Der Ausblick ist wirklich atemberaubend, leider auch die Preise für ein Essen in den Restaurants mit Panoramablick. Und überhaupt ist hier alles einfach total auf Tourismus angelegt. In Lombok ( ihr erinnert euch vielleicht) haben wir auch auf einem Berg nach dem Track gegessen. Hier war das aber das einzige Restaurant weit und breit und es saßen Locals sowie eine Hand voll Touristen dort. In Bali dagegen reite sich ein Restaurant nach dem anderen nebeneinander plus mal wieder die diversen Ramschläden und mehreren Straßenverkäufern. Also uns vertreiben die ja eher, also entschieden wir uns hungrig zu bleiben und uns auf Fotos zu beschränken. Leider war unser Fahrer aber bereits verschwunden und selber beim Essen und wir mussten 20 Minuten warten. Wir waren schon ziemlich ko und es war schon Nachmittag daher entschieden wir uns nur einen der noch zwei anstehenden Tempel zu besichtigen. In diesem gab es dann heilige Quellen in denen auch gebadet werden durfte. Allerdings nur bekleidet und wir hatten leider unsere Handtücher und Wechselklamotten vergessen. Schön war der Tempel mit seinen kleinen Teichen und großen Fischen trotzdem, was störte war der schlauchartige, extrem lange Ramschmarkt am Ausgang, schon wieder...







Die Verkäuferinnen hatten dann auch sofort im Blick wem sie von uns beiden etwas verkaufen könnten und sagten etwas wie: "Sarong" und Sharon fühlte sich permanent angesprochen ;-) aber selbst ihr war die Laune zum Schoppen bei so viel Unnötigem im Überfluss vergangen. Wirklich schade das jeder Ort auf Bali durch solche Dinge, absolut unattraktiv gemacht wird. Da war Lombok, trotz des Müllproblems, viiiiiel attraktiver. Aber wie wir so herausgehört haben, wird dort ebenfalls schon stark daran gearbeitet es Bali in ein paar Jahren gleich zu tun, schade... Sollten sie doch mal lieber das Geld in ihr Müllproblem investieren und nicht in zig neue Luxushotels...
Zurück zur Inseltour. Da wir inzwischen über 8 Stunden unterwegs waren, machten wir uns den Weg zurück nach Kuta, was nochmal 2 Stunden dauerte.
Am nächsten Tag hieß es wieder packen und wir machten uns nochmal in die Surferläden um uns mit passender Strandmode zu versorgen. Durch die kleinen Portionen, die man hier in Asien bekommt war das nämlich mehr als nötig mal zu reagieren. Zum Glück konnten wir noch den Rest vom Tag am Pool verbringen, bis unser Flug ging. Ein Taxi brachte uns dann zum Flughafen und hier wartete dann noch ein kleiner Schock auf uns. Bei der Einreise hatte der Beamte anscheinend vergessen das Visa in meinen Pass zu stempeln und bei der Ausreise suchten der Beamte und ich gleichermaßen verzweifelt. Uns schwante schon dass jetzt eine Strafe fällig werden würde, er ließ mich dann aber doch ausreisen. Wenn wir in irgendeiner Weise Stress mit der Polizei gehabt hätten, hätte das auch ein echtes Problem werden können.
Unser Flieger ging abends und wir sollten nachts in Kuala Lumpur ankommen. Was wir dort so erleben, lest ihr im nächsten Blog.


Sharon und Raphael lassen es sich mal RICHTIG gut gehen

Mittwoch, 19. September 2012

Nach den Tagen auf Lombok warteten wir nun auf den Bus der uns zu dem Boot bringen sollte, welches uns auf die Gilis transportiert. Wir hatten beim buchen eigentlich ein gutes Gefühl und der Tagestrip durch Lombok, den wir im selben Büro gebucht hatten, war auch wirklich schön und lief so ab wie wir es erwartet hatten. Dem Mann im Reisebüro sagten wir auch das wir keine Lust haben irgendwo anzuhalten, rumzusitzen und wegen irgendwelcher anderen Trips bequatscht zu werden. Der Bus der dann kam war zwar alt und hatte an den Bergen schon seine Mühe, aber das machte uns nichts aus. Als wir jedoch ann doch an einem Restaurant hielten und deutlich nicht am Hafen, wurde uns langsam klar das es anscheinend einfach unmöglich ist, ohne Stress von A nach B zu kommen.
Es fiel uns aber auf das wir im Gegensatz zu den anderen Reisenden in Ruhe gelassen wurden, aber die Zeit die man rumsitzt nervt halt ziemlich. Ein schweizer Pärchen das schon mal auf den Gilis war und den zwielichtigen Gestalten sagte sie würden Mondpreise verlangen, wurde daraufhin auf Indonesisch beschimpft und dumm angemacht. Wir blieben bei unsrer Schutzlüge wir hätten schon alles gebucht, natürlich mit deren Firma. Wenn man nicht aufpasst kauft man nämlich ein Returnticket und alles wird auf eine Quittung geschrieben, die dann der Fahrer bei der ersten Fahrt behält und dann hat man keinen Nachweis mehr für die Rückfahrt, wäre fast zwei Mädels passiert die auch dort rumsaßen. Dann irgendwann musste alles ganz schnell gehen und wir mussten los, das "Boot" fuhr ja bald. Wir folgten einem Kerl zu einer Pferdekutsche die uns zum Hafen bringen sollte und dachten noch: "Cool das wollten wir ja spätestens auf Gili Air eh machen.". Als er unser Gepäck schon verladen hatte nuschelte er noch was von wegen: "Bus and boat included, but horse is different company." Ahhhhhja!
Natürlich wollte er Geld für den Transfer und zwar 50000 was ungefähr einem Abendessen entspricht (mit Getränk). Sharon argumentierte das niemand uns davon erzählt hätte und wir ja für den ganzen Transfer schon 50000 gezahlt haben. Er ließ sich dann noch auf 30000 runterhandeln meinte aber wir müssten los, das Boot fährt ja gleich und die anderen Pärchen waren schon in ihren Kutschen unterwegs. Ok wir stiegen dann ein und ließen uns ganze 200 Meter bis zum Hafen fahren *WUT* Ich drückte ihm dann 20000 in die Hand und meinte wir hätten nicht mehr. Mit den Schweizern und einem holländischen Paar warteten wir dann noch eine halbe Stunde bis die (Überraschung Überraschung) stinknormale local Ferry fuhr. Auch hier bekamen wir dann von irgendwem den wir vorher noch nie gesehen haben ein Ticket gereicht. Auf der Fähre wurde es dann zwar eng und nass, aber die Überfahrt dauerte auch nur 15 Minuten. Auf Gili Air angekommen warteten dann auch schon die Kutschen, hier gibt es nämlich keine Autos. Vermissen tun wir den indonesischen Verkehr jedenfalls nicht. Wir verzichteten dankend und machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Die erste war schon ok, hatte aber kein Frühstück und war weiter vom Strand entfernt. Die zweite hatte wieder eine defekte Klospülung (wir sind ja lernfähig). Die dritte Option war dann ein schöner Bungalow mit angeschlossenem Open Air Bad, was bei den herrschenden Temperaturen wirklich ein Segen ist, klimatisierte Bäder liegen nämlich nicht in unserem Budget. Der ausgehandelte Preis war dann auch angemessen und wir verstauten Gepäck und machten uns auf ins kühle Nass.
Am Strand angekommen stellten wir fest das es gar nicht so einfach ist, ins Meer zu kommen. Muschelbänke und totes Riff verhindern das. Nach dem ersten Tag kannten wir dann aber die besten "Einstiegsspots". Auch das Riff war anfangs im Vergleich zu Australien eher mau bewohnt, hauptsächlich liegt das an den örtlichen Fischern. Die Maschengröße der Fangnetze ist hier so gering, dass auch junge oder zum essen ungeeignete Fische kaum eine Chance haben. Gerne wird hier auch mit Dynamit gefischt was natürlich fatal für Meeresgrund und -Bewohner ist. In den letzten Tagen allerdings finden wir deutlich mehr Fische (wahrscheinlich weil es langsam kälter wird) und die Gopro kommt ausgiebig zum Einsatz. Abends fanden wir dann in der Chillout Bar einen Pavillon direkt am Strand und genoßen unser Dinner. Seit dem ersten Tag waren wir dort dann Stammgast und schlemmten die Karte rauf und runter, immer mal wieder ging auch das WLAN. Die Aussicht aufs bergige Lombok ist der Wahnsinn und das angenehm warme Wasser und ein nettes Riff warten nur 10 Meter entfernt.
Nur wenn jeden Tag um 1 der Ananasmann vorbei kam wurden wir unserer Bar untreu, stört hier aber keinen. Was uns auffällt ist, das in den angrenzenden Bars fast gar nichts los ist und das hier mal wieder unglaublich viele Deutsche Urlaub machen. Wie schon lange geplant wollten wir nun einen Probetauchgang machen, bevor wir ja zurück auf Bali unseren Tauchschein machen wollten und hatten daher schon vorher eine deutsche Tauchschule mit sehr guten Bewertungen herausgesucht. Wir buchten also einen Probetauchgang und konnten schon am Nachmittag in den Pool. Unsere Tauchlehrerin wartete auf uns und erklärte worauf wir achten mussten und ab ging es. Nach anfänglichen Problemen hatten wir dann die Basics aber ganz gut drauf und freuten uns auf den Tauchgang im offenen Ozean am nächsten Tag. Dieser verlief dann leider nicht wie geplant. Statt einem für Anfänger geeigneten Spot mit sanfter Neigung wurde aufgrund des Wellengangs ein ziemlich langweiliges Riff an einem eher steilen Abgrund angesteuert. Wir gingen also zu viert ins Wasser, neben der Tauchlehrerin war noch eine nette deutsche Medizin und Biologiestudentin ( Medizin UND Bio, verrückt)dabei, die ihren Tauchschein machte.
Wie schon gesagt ging es ziemlich schnell auf die angepeilten 12 Meter runter und entgegen der Vorraussage des Arztes machte Sharons rechtes Ohr beim Druckausgleich nicht so wirklich mit (obowhl das rechte das gesunde ist). Sie blieb dann immer ein paar Meter über dem Rest und versuchte es hinzubekommen. Das ging unserer Tauchlehrerin aber zu langsam und sie fragte via Zeichensprache was los sei. Sharon signalisierte ihr dann Probleme mit dem Druckausgleich, woraufhin sie an den Flossen zu uns hinabgezogen wurde! Das machte das ganze dann noch schlimmer und wir sind deshalb auch immernoch ziemlich sauer, normaler Umgang mit unerfahrenen Tauchern dessen Ohrprobleme bekannt sind sieht anders aus. Sharon tauchte noch ein paar Minuten mit Schmerzen im Ohr und entschied nach 25 Minuten den Tauchgang abzubrechen. Das Boot sammelte sie dann ein und wir tauchten zu dritt weiter, am unspektakulären Abgrund entlang. Wieder auf dem Boot meinte die rabiate Tauchlehrerin noch das Problem wäre das Sharon falsch getaucht sei und ihr halt nicht vertraut hätte. Das sie jedoch von den ersten Metern an Probleme mit dem Druckausgleich hatte und die Tauchlehrerin darauf aber nicht im Geringsten reagiert hat, wie zum Beispiel etwas langsamer auf die 12 Meter herunter zugehen, sah sie anscheinend nicht als das Problem. Das Ende vom Lied war das Sharon nachmittags ziemliche Ohrenschmerzen bekam und in der darauffolgenden Nacht das Ohr zu eitern begann. Zum Glück hatte wir dafür Antibiotikum dabei und nun nach 5 Tagen geht es ihr wieder besser. Leider mussten wir nun deswegen unseren Tauchkurs mit einem vielleicht etwas sensibleren Tauchlehrer absagen. Das gesundheitliche und finanzielle Risiko ist schlicht zu groß.
Was für eine Pleite! Wir haben dann entschieden noch ein paar Tage hier zu bleiben, da es hier deutlich entspannter zugeht als auf dem Festland. Den Preis für unser Bungalow konnten wir dann auch noch ein wenig runterhandeln und so bleibt erstmal alles wie gehabt. Hierzu muss man sagen, dass wir tastächlich momentan weniger für ein komplettes Bungalow zahlen mit Früstück als in Australien ein Bett in dem schlimmsten Hostel gekostet hätte, um genau zu sein wir haben nie ein Hostel gefunden das EIN Bett für EINE Person so günstig angeboten hat, wie uns jetzt ein komplettes Bungalow kostet, wirklich verrückt. Und wen der Preis für das Bungalow interessieren sollte, wir zahlen 14 Euro insgesamt pro Nacht, als 7 Euro pro Person, super was =D
Unsere Reiseplanung verändert sich natürlich, dadurch das wir keinen Tauchschein machen werden, aber Südostasien ist ja groß und die Möglichkeiten vielfältig. Man kann also gespannt sein wo es uns am Ende überall hin verschlägt. Gili Air ist auf jeden Fall, das doofe Taucherlebnis ausdrücklich ausgeschlossen, eines unserer Highlights und macht Lust auf mehr





Hier noch ein paar Bilder von Gili Air






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