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Outback Part 3- Kings Canyon

Freitag, 22. Juni 2012

Eindeutig Landschaftlich am interessantesten und schönsten war der Walk am Kings Canyon, den wir Donnerstag machten.
Der Canyon liegt 300km von Yulara im Watarrka National Park.
Es führen zwei Routen durch den Canyon. Ein ca. 2,6 km langer Pfad (Kings Creek Walk) führt durch Kings Cross am Boden der Schlucht und dauert durchschnittlich 1 Stunde. Und eine Route um den Canyon herum (Kings Canyon Rim Walk), welche über die Plateaus führt, ungefähr 6 km lang ist und im Durchschnitt drei bis vier Stunden Umrundungszeit benötigt.


Diese beginnt mit einem eher steilen Stück, welches Einheimische Heartbreak Hill (oder auch Heartattack Hill wegen der steilen Passagen) nennen. War aber im Gegensatz zu anderen Tracks auf unserer Reise, wirklich nicht sehr anstrengend. An der Spitze angekommen eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Schluchten, den bienenstockartigen Felsformationen auf dem Plateau und über die weite Landschaft um das gesamte Gebiet. Ungefähr bei der Hälfte gelangt man zum Garden of Eden, ein Wasserloch inmitten der Schluchten. Dort hinabgestiegen haben wir erst mal ne Pause gemacht. Hier kann man auch schwimmen gehen, wenn man Badesachen dabei hat, hatten wir aber nicht :(


Es war auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis dort entlang zu laufen/ klettern, absolutes Highlight unserer bisherigen Outbacktour.
Es geht nun wieder hoch Richtung Darwin und weiterer Nationalparks.
































































Outback Part 2- Uluru & Kata Tjuta

Wir starteten also in Allice Springs um die 440km bis zum Uluru Kata Tjuta Nationalpark hinter uns zu bringen, schließlich wollten wir ja die WARMEN Tage nutzen. Unser Camp 6 und der Reiseführer hatte uns schon verraten, dass es 30km vor Yulara eine Rest Area geben soll. Schilder die darauf hinweisen gibt es aber leider nicht, plötzlich war sie da und wie waren ziemlich überrascht, aber wie jeden Abend glücklich.
Die Nacht war dann arschkalt, hier sind es nämlich immer Minusgrade


. Durchgefroren entschieden wir morgens, nach Yulara dem Ort vor dem Nationalpark zu fahren und dort zu frühstücken, möglichst nach einer warmen Dusche auf dem Campingplatz. Die Rezeptionistin war dann ziemlich überrascht um kurz nach 7 einen fröstelnden Deutschen vor sich zu haben der um einen Stellplatz für die kommende Nacht bat, war aber alles machbar. Nach Frühstück und Dusche auf dem eher unterdurchschnittlichen (gleichzeitig aber teuersten) Campingplatz ging es dann endlich zum Uluru (Ayers Rock).


Auf dem Weg dorthin stellten wir erstmal fest, dass Yulara wirklich nur eine Ferienanlage ist, nichts mehr. Im Nationalpark angekommen machten wir uns bereit für unsere Umrundung des Uluru und sahen aber viele Mittouristen die den für die Aborigines heiligen Ort bestiegen, ungeachtet des überdimensionalen Hinweisschildes welches in allen erdenklichen Sprachen auf die spirituelle Bedeutung verweisen und darum bitten eben dies nicht zu tun. Es gibt hier sicherlich unterschiedliche Auffassungen, unsere ist folgende: Der australische Staat ist in diesem Nationalpark Pächter, das Land gehört rechtlich zwei Aboriginestämmen. Wenn diese nicht möchten, das man den Uluru besteigt, tun wir das auch nicht.


Die Situation ist trotzdem merkwürdig, dass: a) die Besteigung aufgrund der Tourismusbranche die Verluste befürchtet nicht einfach untersagt wird und dadurch b) die Besucher direkt am Parkplatz in zwei Gruppen geteilt werden, die die sich dessen bewusst sind und darauf verzichten und diejenigen die das eigene Erleben über die Werte einer fremden Kultur stellen.
Der Base-Walk dauerte ca 4 Stunden und wir wussten es erstmals zu schätzen bei milderen Temperaturen hier zu sein. Leider führte nur das erste Viertel direkt am Uluru entlang und man konnte sich die Höhlenmalereien näher betrachten.












Ganz schön beeindruckend ist dieser riesige Fels!
Wir entspannten uns von den Strapazen in unserem Shinji während wir am ausgeschilderten Punkt mit ca 100 anderen auf den Sonnenuntergang warteten. In den entscheidenden 10 Minuten versucht dann jeder das perfekte Bild des hübsch leuchtenden Ulurus zu bekommen und dann fährt die Kolonne wieder ins Feriendorf. Und wer hat das schönste Bild? Na ist ja wohl klar ;D


Die letzte Nacht war dann erneut ziemlich kalt. Heute stand die Besichtigung des Kata Tjuta, den sogenannten Olgas auf dem Plan. Hier war deutlich weniger los und wir genossen die Aussicht. Wir fuhren noch an der Tankstelle und einem enttäuschenden Supermarkt, beides mit Mondpreisen, vorbei und machten uns auf dem Weg Richtung Kings Canyon, der unsere Outback Experience komplettieren soll.


Nun der unweigerliche abschließende Absatz der unsere Beziehung zu unserem Lieblingsjapaner beschreibt. Erstmal quietscht der Keilriemen immer noch wenn das Auto kalt ist, obwohl der Mechaniker in Cairns das eigentlich beheben wollte. Dann viel uns auf, dass unsere zweite Batterie schlapp machte, obwohl wir sie doch auf unseren Ewigtouren durch das mittlere Australien laden. Zum Glück leben wir im Zeitalter der Informationstechnologie und das heißt in unserem Fall oft: Problem erkannt, Problem gegoogelt (Empfang vorausgesetzt), Problem gebannt. Heute morgen wurde dann eine Sicherung ausgewechselt und nun läd die Baterie wieder. Bei der Fahrt aus Yulara heraus leuchtete dann die Ölleuchte und wir führen jetzt Buch über Ölstand und nachgefüllte Menge.


Zusätzlich haben wir dank der netten Roadtrains, die gerne unseren Weg kreuzen und das mit 56 Meter Länge und mindestens 100km/h, zwei schöne Steinschläge direkt an der Frontscheibe bekommen ( das sind auch die Bösen, die die ganzen Kängurus umfahren). Also wie wir in einem der älteren Einträge schon gesagt haben, kann ja nix mehr schief gehen...



Unsere Route

Dienstag, 19. Juni 2012

Hier mal ne Map wo wir schon überall in Australien waren, für den besseren Überblick ;) gerade sind wir in der Mitte beim Ayers Rock und den Olgas




Outback Part 1- Welcome to the Outback

Montag, 18. Juni 2012

Wieder ein mal haben wir all unsere Pläne über den Haufen geworden, wie einfach immer.
Gerade wenn wir uns ganz sicher sind so wird's gemacht' fällt einem von uns doch noch ein anderer Weg ein und schwups werden alle Pläne wieder komplett übern Haufen geworfen. Aber was soll's, wir sind es von uns so langsam gewöhnt. Wir fuhren also los ins Outback Queenslands und wir fuhren und fuhren und fuhren....
Ja die unendlichen Weiten des Outbacks. Es ist wirklich uuunendlich!!!

Vor einem diese nicht enden wollende Strasse und rechts und links unendliche Weiten.
...km kam einfach nichts, außer Tankstellen die an irgendeine längst vergessene Zeit erinnerten mit utopisch hohe Spritpreisen, die einem wohl die deutsche Zukunft zeigen. Was uns jedoch von Anfang an begleitete waren die toten Kängurus, wo wirklich mindestens eins alle hundert Meter an der Straßenseite liegt.
Landschaftlich war alles um uns doch noch ziemlich grün was sich auch bis Mount Isa ( der dritt größten Stadt der Welt) noch nicht wirklich geändert hatte. Hier und da erblickte man schon etwas rote Erde, aber dank der Ewigstrecken, hatte man trotzdem das Gefühl im Outback angekommen zu sein.

Das schönste sind jedoch die Restareas, nicht nur das sie wie immer kostenlos sind, liegen sie zwar direkt am Highway aber doch im absoluten Nirgendwo. Die Landschaft und die täglichen Sonnuntergänge sind immer wieder unglaublich schön und hey auch der Zustand der Toiletten ist wirklich in Ordnung. So fuhren wir also Tag für Tag weiter und checkten immer mal wieder, wenn es uns möglich war, den Wetterbericht. Man muss dazu erklären, dass es hier im Outback tatsächlich auch mal kalt werden kann. Bis jetzt haben wir das zwar noch nicht gemerkt, im Gegenteil wir zerfließen im wahrsten Sinne des Wortes sobald wir mit Shinji stehen bleiben. Tatsächlich aber kann es im Juni und Juli auch mal nur um die 15 Grad sein. Und wer will schon bei 15 Grad den Uluru oder die Kings Canyon besteigen? Richtig, niemand!!!

Wir wollen schließlich richtige Outbackerfahrungen sammeln. Deswegen wollten wir eigentlich jetzt nur bis Darwin fahren und die Mitte mit den ganzen Sehenswürdigkeiten noch für das Ende unserer Reise aufheben, denn dann haben wir ganz sicher die Hitze.
Wir merkten jedoch schnell das 20 Grad im Outback schnell gefühlte 25 sind und dann sollte es auch noch die kommenden Tage zwischen 24-27 Grad werden, warm genug also. So entschieden wir uns schon nach den ersten 800km doch an der Abzweigung die nach 1500km so oder so auf uns wartete, nicht nach oben Richtung Darwin sondern nach unten Richtung Alice Springs zu fahren. Gesagt getan ging es dann also doch erst mal runter. Shinji dankt es und sicherlich auch, das wir ihm somit gute 3.000km unserer Gesamtstrecke ersparen ;)

Vorher lag aber noch Mount Isa auf unserem Weg. In unserem Reiseführer wurde sie so angepriesen, wer ins Outback fährt MUSS nach Mount Isa. Okayyy, lag ja eh auf unserem Weg und nachdem wir so positiv von ihr gelesen hatten, waren wir wirklich gespannt. Aber zum Glück lag sie auf dem Weg, wir hätten uns sonst um den Umweg wohl wirklich geärgert. So eine hässliche Minenstadt, Dysart in Groß. Das einzige was wirklich noch interessant gewesen wäre, ist eine Tour in die Minen. Bestimmt mal interessant anzusehen, aber die Touren waren für die nächsten zwei Tage ausgebucht und so lange wollten wir dann doch nicht in dem schönen Mount Isa verweilen. Also wurde es dann doch nur ein Einkauf bei Coles und die Wasser und Spritvorräte auffüllen. Es ging also direkt weiter zur nächsten Restarea wo wir leckeren Kartoffelsalat machten :)

Die Strecken wurden nun gefühlt noch läääänger und ab jetzt winkten wir auch immer den entgegenkommenden Autos, sind nämlich nicht mehr wirklich viele :D
Aber immerhin Shinji hielt tapfer durch. Ach ja in Mount Isa trafen wir eine deutsches Pärchen die mit ihrem kleinen Sohn durch Australien reisen und gerade auf dem Weg von Westaustralien übers Outback an die Ostküste sind. Haben uns dann natürlich etwas ausgetauscht da sie ja schon das gemacht haben was bei uns noch kommt und andersrum. Sie erzählten uns dann das sie schon sage und schreibe 10 Reifen kaputt gefahren haben auf ihrer Tour durch Western Australia, 10!!!!! Wie geht das denn bitte?

Jetzt rechnen wir eigentlich wirklich fest damit, dass es eben passiert, wir wollen uns aber mal dann bald lieber so ein Flickset kaufen, macht wohl Sinn. Wir kehren als absolute Autoexperten zurück sag ich euch xD die nächste Weltreise kann also kommen Daria ;)

Samstag überquerten wir dann mal wieder eine Staatsgrenze, nun sind wir im Northern Territory. Das Northern Territory hat viele sehenswerte Nationalparks, wovon wir auch fast alle auf dem Plan haben. Und ja Godi, da fast in allen Krokos leben, werden wir ganz sicher welche vor die Linse bekommen ;)
Sonntag machten wir einen Zwischenstopp bei den wunderschönen Devil's Marbles. Die Devil's Marbles sind wackelig aussehende Felsblöcke, die ziemlich nah am Highway herum liegen. Laut Info sind sie rundgeschliffene Reste einer Granitschicht, die in Äonen erodiert ist! Ist klar, ne ;)

wie auch immer sehen sie interessant aus und auf ihnen herum zu klettern macht Spass :)
Sonntagabend waren wir dann endlich kurz vor Alice Springs angekommen. Nun lagen ganze 2100km zwischen uns und der Ostküste hinter uns. In Alice Springs haben wir wieder ein wenig eingekauft und uns dann direkt weiter nach Yulara aufgemacht. Von hier geht es los zu den vielen Sehenswürdigkeiten. Dazu dann aber mehr in Outback- Part 2









Rein ins Ungewisse :)

Mittwoch, 13. Juni 2012

Bevor wir jetzt einige Zeit von der Außenwelt abgeschnitten sind, wollten wir uns doch noch mal kurz zu Wort melden :) Cairns haben wir nun seit gestern wieder verlassen und nun sind wir auf dem Weg nach Darwin. Bis dorthin sind es jedoch noch einige Kilometer und der Empfang wird mehr schlecht als recht sein, daher noch mal kurz vorher ein Lebenszeichen von uns. Bevor wir Cairns jedoch verlasse haben, sind wir dann sich noch mal in eine Werkstatt und haben 600$ dort gelassen. Hört sich erst mal viel an, geht aber eigentlich noch. Das sind 470€ und dafür haben wir vier neue Reifen plus kompletten Check und drei neue Riemen ( fragt mich nicht mehr welche oder für was die waren xD) eingebaut bekommen. Also an sich wirklich okay, ansonsten ist der Shinji und sein Motor super ins Schuss wurde uns bestätigt. Kann also nix mehr schief gehen ;) Nun müssten wir uns heute von der Ostküste verabschieden. Was auf der einen Seite sehr schade ist, denn hier war es wirklich sehr schön und wir wären auch gerne noch länger geblieben aber auf der anderen Seite sind es auch nur noch vier Monate die uns in Australien bleiben und es liegen noch gute 10.000km vor uns, also musste es jetzt weiter gehen. Heute hieß es dann ab vom Bruce Highway und rein ins Outback. Wir sind wirklich gespannt, was uns hier alles erwartet und freuen uns euch bald davon berichten zu können. P.S.: falls es jemandem noch nicht aufgefallen sein solltet, ihr findet nun auch die Hobbingen Bilder hier auf den Bildern Seiten. Wie durften sie vorher aus rechtlichen Gründen vorher nicht zeigen, aber nun ist es ins erlaubt.