Hier kann man eigentlich nur die Bilder für sich sprechen lassen. Man muss glaub ich wirklich davor stehen um diese schöne Gegend wirklich erfassen zu können.
In einem anderen Blogeintrag hatte ich vor der Reise folgende Worte gelesen "Wenn man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt, steht man wohl am Jökulsárlón"
Dieser wunderschöne Gletschersee ist einfach unglaublich. Für mich gehören die hier gemachten Bilder eindeutig zu meinen Lieblingsbildern, die ich jemals gemacht habe.
Bevor ich diese zeige, hier noch ein Bild des Campingplatzes und eins von so vielen entlang der Ringstraße
Am Abend zuvor machten wir uns noch weiter auf den Weg nach Vik im Süden von Island. Auch hier standen wir die Nacht über auf einem tollen Campingplatz mit Blick auf die Berge und das Meer.
Am nächsten Morgen begrüßte uns die Sonne :) Perfekt für die traumhaft malerische Landschaft. Gerade wenn alles blüht und so wunderschön grün ist, sollte man sich diese Gegend wirklich nicht entgehen lassen.
6,5 Tage besuchten wir diese wunderschöne und einmalige Insel. Es wurde aber nun wirklich auch mal wieder Zeit die Rucksäcke zu packen und los zu ziehen. Eigentlich stand Norwegen für diesen Sommer auf unserer Reiseplanung ganz oben, jedoch kommt es ja dann doch immer anders als man denkt und Norwegen musste nun leider noch mal ein Jahr länger warten.
Umso größer war meine Freude als ich morgens ganz spontan ein super Flugangebot bei WOW Air entdeckte. Ohne groß zu überlegen hatte ich dann auch schon gebucht. Raphael wurde damit dann spontan überrascht ;) Aber das kennt er ja von mir und somit hieß es dann mal wieder ab an die Reiseplanung.
Viel Zeit blieb uns nicht zum Planen, zwei Vollzeitstellen und Hund rauben einem dann ja doch ganz schön viel Zeit. Als Studenten war das alles noch einfacher :D
Da wir ja nun den Fuchs an unserer Seite haben und sein erstes Silvester an steht, wollten wir irgendwo hin fahren wo wir vielleicht nicht ganz so viel vom Feuerwerk an Silvester mitbekommen mussten.
Alleine an Silvester ist aber auch langweilig, also fuhren wir gemeinsam mit Lisa und Dennis und der tollen Emma an den schönen Chiemsee.
Wir hatten Glück, denn obwohl diese Winter nicht gerade der Schneereichste war, lag hoch oben auf dem Berg dann doch ne ganze Menge davon.
Die Hunde hatten ihren Spaß und wir haben uns gefreut nach so langer Zeit endlich auch mal wieder richtig viel Schnee zu sehen.
Schließlich war es dies das letzte Mal der Fall im Winter 2010/11.
Wir waren nur 4 Tage in Bayern, aber es war wirklich sehr schön und vor allem sieht man mal wieder welch schöne Ecken auch Deutschland besitzt :)
Heute sind wir auf den Tag genau drei Wochen wieder in Deutschland, Weihnachten ist rum, wir haben 2012 überlebt und es kehrt Ruhe ein, könnte man denken. Wir sind allerdings schon mitten in den Planungen für den nächsten Schritt, suchen Stellenausschreibungen und bewerben uns. Denke ich jetzt vier Wochen zurück, als wir noch in Thailand am Strand lagen, da erschien mir das noch so fern und irgendwie auch surreal. Deshalb möchte ich die folgenden Zeilen nutzen um ein wenig zurück zu blicken.
Am Tag unserer Rückkehr gratulierte mir jemand zu dem Mut, den wir zwei bewiesen hätten. Es würde Mut benötigen sich auf eine Reise in diesem Ausmaß und Intensität einzulassen. Ich fühlte mich in diesem Moment ziemlich überfordert und sah das eigentlich nicht so, aber in den vergangenen Wochen habe ich immer wieder darüber nachgedacht. Mittlerweile finde ich, da ist durchaus was wahres dran. Für mich war es relativ einfach diesen Mut aufzubringen, denn meistens war es nur der Mut dazu „Ja“ zu sagen. Sharon war die treibende Kraft hinter dieser Reise, vor unserem Abflug alleine schon weil ich mitten im Diplomstress war. Eigentlich flog ich von Frankfurt ab, ohne eine wirkliche Vorstellung von dem zu haben was mich erwartet. Wir hatten zwar bestimmte Orte im Kopf, die wir auf jeden Fall besuchen wollten, aber eine feste Route hatten wir nicht. Eigentlich haben wir immer sehr kurzfristig geplant, dass half uns spontan zu bleiben und den Mut zu behalten neues uns ungewohntes zu entdecken. Wenn ich beispielsweise an den Overland Track denke, da bestand unser Mut vorweg hauptsächlich aus Dummheit. Untrainiert und mit lächerlichen Essensbeständen ausgerüstet haben wir uns auf diesen Track gewagt. Doch wir haben durchgehalten, auch wenn am Ende jeder Meter schmerzte und wir körperlich ziemlich am Ende waren und das braucht auf jeden Fall Mut.
Auch der Gedanke nach Asien zu gehen kam von Sharon und aus diesem Gedanken entstand so ein schöner Teil unserer Reise. Gerade hier, wo wir wirklich nicht wussten was uns erwartet, habe ich für mich persönlich etwas mitgenommen und zwar habe ich weniger Angst vor dem Unbekannten, eher habe ich Lust darauf bekommen. Hier kam unser planerisches Talent wirklich zum Vorschein. Ich bewundere meine Freundin für die Beharrlichkeit stundenlang das Internet zu durchforsten und zu suchen, bis sie das beste Angebot gefunden hat, mit dem wir etwas anfangen konnten. Unsere Reise hätten wir ohne Internet so nicht durchführen können, deshalb bin ich dankbar über die Möglichkeiten, die sich in dieser modernen Welt bieten. Das ermöglichte uns auch, diesen wunderbaren Blog zu gestalten, auch hier hat vornehmlich Sharon viel Mühe reingesteckt. Ohne Feedback von euch Lesern, hätte denke ich irgendwann die Motivation gefehlt. Wir haben aber auch viele Reiseblogs von anderen gelesen und aus diesen viel gelernt und Ziele für unsere Reise übernommen. Vielleicht liest ja irgendwer mal diesen Blog um sich Anregungen zu holen. Dem- oder derjenigen rate ich: Tu es, bleib in Bewegung, suche immer weiter nach wunderschönen Orten auf dieser großen Welt. Habe den Mut. (Ich verspreche das wird das letzte mal sein, dass ich dieses Wort schreibe).
Ich möchte noch ein paar Menschen danken. Euch Lesern habe ich ja bereits für euer Feedback und den Support gedankt, doch es verstecken sich unter der Masse ein paar die hervorgehoben werden sollten. Ohne die finanzielle Unterstützung meiner Mutter hätte ich das alles nicht hinbekommen. Ohne die KFZ Notanrufe bei Ernst-Ludwig ständen wir wahrscheinlich immer noch an irgendwelchen Ecken der Welt. Ohne medizinische Ferndiagnosen von Ludo und Gabi wären wir nur noch körperliche Wracks. Ohne die durchweg netten Leute die wir unterwegs und über couchsurfing kennengelernt haben, hätten wir die Länder nicht so kennengelernt und bereisen können, wie mit den Tipps und Infos.
Am meisten jedoch danke ich dir, du Herrscherin über meinen inneren Schweinehund und, vielleicht sogar noch wichtiger, über mein Herz. Nur dank dir war und bin ich free as a bird. Ich liebe dich.
Ja die meisten wissen es nun schon, für manch einen wird es
aber jetzt dann dochnoch eine
Neuigkeit.
Wir sind zurück J
Schon immer hatten wir geplant, am 15 Dezember zu fliegen.
Ich konnte es mir jedoch nicht nehmen lassen, einige Menschen zu überraschen, weshalb
wir immer von Ende Januar sprachen.
Die Überraschung ist gelungen, ein paar Tage sind nun
vergangen und es wird Zeit für den letzten Eintrag von meiner Seite.
Es ist schwer für uns nachzuvollziehen wer alles unseren
Blog mitverfolgt hat, deswegen wissen wir auch nicht wer alles daran
interessiert ist, vielleicht irgendwann einen Film unserer Reise mitanzusehen.
Ich fange nun langsam an diesen zu schneiden, es kann sich
allerdings nur um Jahre handeln J
Ein kleiner Trailer ist schon fertig, ihr könnt ihn unter
meinem Beitrag anschauen.
Jeder der Interesse hat, sollte sich einfach bei mir oder
Raphael melden, dann sagen wir euch bescheid sobald es soweit ist und ihr seid
gerne eingeladen bei einem netten Abend diesen mit uns zu schauen.
Wann das jedoch sein wird, kann ich jetzt nur schwer
abschätzen. Erst einmal sind natürlich auch andere Dinge wichtig, das wir
wieder anzukommen, einen Job finden und eine Wohnung. Das neue Abenteuer steht
also schon in den Startlöchern J
Die letzten Worte nun zu den vergangenen 420 Tagen...
Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass wir so viel erleben
und erfahren werden.
Es ist eigentlich wirklich nicht in Worte zu fassen und ich
merke auch, das schreiben darüber fällt mir wirklich schwer.
All die Menschen die uns geholfen haben, die wir getroffen
haben, unglaublich.
Die Landschaften die wir sehen durften, die Tiere die immer
wieder unsere Wege gekreuzt haben, unbezahlbar.
Ich könnte jetzt unzähliges aufzählen, aber ich fasse mich
doch lieber kurz.
Ich möchte einfach nur Danke sagen, an euch alle die immer
den Blog gelesen, unsere Reise mitverfolgt und immer wieder mitgefiebert haben.
Es hat mich immer gefreut, dass wir so viel positives Feedback bekommen haben,
danke dafür!!!!
Danke an all die Menschen die uns auf der Reise begleitet
haben, jeder Einzelne hat sie ein Stück interessanter und positiver gemacht.
Danke an meine Familie, dass sie mich einige Monate vor der
Reise wieder aufgenommen haben, damit ich noch mal ordentlich sparen konnte um
mir diese Reise in dem Ausmaß finanzieren zu können und für die Inspiration diesen Weg zu gehen.
Danke auch an Franz und Birgitt, dass ihr vor einigen Jahren
bei einem Fahrradausflug so von ihrer gemeinsamen Reise geschwärmt haben und
mich das erste Mal über eine eigene haben nachdenken lassen.
Am meisten aber muss ich mich bei Raphael bedanken, der all
die Monate an meiner Seite war.
Ich musste mir nie Gedanken darüber machen, ob wir das
schaffen, ob unsere Beziehung stark genug ist, sie war es immer und nichts
konnte daran etwas ändern.
Es hätte wirklich keinen Besseren geben können als dich.
Ich liebe dich und ich hoffe wir erleben noch viele weitere
Abenteuer, hier in unserem sehr lieb gewonnen Deutschland und an anderen Orten
der Welt J
Danke das du diesen Weg mit mir gemeinsam gegangen bist...
Wir starteten also leicht geschwächt in Bangkok in Richtung
Koh Phangan. Der Fahrer des Minivan hetzte uns ein wenig und musste dann
trotzdem bei jedem weiteren Hotel warten. Wir hatten uns bei der Buchung des
Tickets ja schon gewundert, dass wir um die 20 Stunden unterwegs sind, der
Verkehr in Bangkok ließ uns erahnen warum. Nach zwei Stunden wurden wir und
unser Gepäck in einem Reisebüro abgeladen und warteten noch eine halbe Stunde,
gut das wir so gehetzt wurden. Als es dann weiterging folgte ein kleiner
Stadtspaziergang der besonderen Art. Wir marschierten durch ganz dunkele Gassen
und haben Bangkok jetzt auch von der hässlichen Seite kennen gelernt. Über den
Bus kann man leider nichts positives sagen: dreckig und kaputt! Risse in der
Scheibe sorgten dafür das Sharon nass wurde und ich saß unter einer leckenden
Klimaanlage. Zudem fuhr unser Fahrer so rasant, dass ich ihm mal massig Heimweh
unterstellen würde.
Gut, wir haben die Tickets echt kurzfristig gekauft und
auch dieser Bus war bis auf den letzten Platz besetzt, trotzdem sind wir das
hier in Asien zum Glück echt anders gewohnt. Irgendwann morgens kamen wir dann
auf einem Hof an und uns wurde gesagt, es würde in einer Stunde aufs Boot
gehen. Zwei Stunden später ging es dann erneut in einen Bus und nach einer
weiteren Stunde waren wir endlich am Anleger für die Fähre. Es ist doch immer wieder schön und stressig :)
Über die Fähre kann ich
mich allerdings echt nicht beschweren, wahrscheinlich kontrolliert die
Küstenwache eher streng, was für Busse die da durch Thailand fahren nicht gilt,
die interessieren anscheinend keinen.
Der Seegang war recht heftig und es regnete seit unserer Abfahrt in Bangkok
relativ konsequent durch.
Endlich auf Koh Phangan angekommen, erwartete uns ein Begrüßungskomitee der
besonderen Art. Ihr müsst wissen, Koh Phangan ist berühmt für seine Full Moon
Parties und wie der Zufall es will war am Vorabend eine solche. Wir mussten uns
also unseren Weg durchs versammelte verkaterte Feiervolk bahnen, die den Steg
auf gesamte Länge blockierten. Die sahen auch alle ganz lustig aus aber der Geruch...
da kam man selbst betrunken am Taxistand an. Sharons Verhandlungsgeschick
zeigte sich hier und wir waren nach 22 Stunden ENDLICH auf dem Weg zu unserer
Unterkunft.
Wir hatten uns ja sowieso im Resort von Mr. Nice eingebucht und er war so nett
uns auch ein paar Tage früher als eigentlich geplant schon aufzunehmen, damit wir uns von den Strapazen erholen
können.
Unsere Hütte war ganz nett und das
wichtigste, sauber. Ernüchterung trat aber ein, als wir nach dem Wetter der
letzten Tage fragten. Es war generell sehr regnerisch und sollte auch in den
ersten Tagen so bleiben. Uns erstmal egal, denn die Prognose für kommende Woche
war gut und wir waren erstmal froh mehr als 20 Stunden an einem Ort zu sein.
Auf unserer Terrasse hing eine gemütliche Hängematte, der Strand war ganz schön
und Mr. Nice hatte seinen Namen nicht zufällig. Kurzum, es regnete zwar
nachmittags aber wir fühlten uns trotzdem ganz wohl.Wir waren insgesamt 9 Tage hier und bis auf den üblichen Stromausfall und die dadurch auftretene Wasserknappheit war es Erholung pur :) und der Regen war nach den ersten beiden Tagen dann auch vorbei ;)
Es hat uns auf der Insel so gut gefallen, dass wir uns entschieden hatten noch etwas länger zu bleiben. Jedoch an einer anderen Ecke. Also sind wir nach 9 Tagen auf der Insel umgezogen und hatten dann für 5 weitere Tage eine neue Unterkunft sogar mit einen Pool :)
Wir konnten uns hier auf jeden Fall super erholen und können erneut durch starten =D
Morgen geht es nun tatsächlich weiter zum letzten großen Kapitel dieser Reise, nach Vietnam :)
Wir melden uns ...
P.S.: Unser Gästebuch will gerade irgendwie nicht richtig, an dieser Stelle an alle liebe Grüße und ich versuche die Tage noch mal auf die einzelnen Einträge zu antworten :)