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Sharon und Raphael lassen es sich mal RICHTIG gut gehen

Mittwoch, 19. September 2012

Nach den Tagen auf Lombok warteten wir nun auf den Bus der uns zu dem Boot bringen sollte, welches uns auf die Gilis transportiert. Wir hatten beim buchen eigentlich ein gutes Gefühl und der Tagestrip durch Lombok, den wir im selben Büro gebucht hatten, war auch wirklich schön und lief so ab wie wir es erwartet hatten. Dem Mann im Reisebüro sagten wir auch das wir keine Lust haben irgendwo anzuhalten, rumzusitzen und wegen irgendwelcher anderen Trips bequatscht zu werden. Der Bus der dann kam war zwar alt und hatte an den Bergen schon seine Mühe, aber das machte uns nichts aus. Als wir jedoch ann doch an einem Restaurant hielten und deutlich nicht am Hafen, wurde uns langsam klar das es anscheinend einfach unmöglich ist, ohne Stress von A nach B zu kommen.
Es fiel uns aber auf das wir im Gegensatz zu den anderen Reisenden in Ruhe gelassen wurden, aber die Zeit die man rumsitzt nervt halt ziemlich. Ein schweizer Pärchen das schon mal auf den Gilis war und den zwielichtigen Gestalten sagte sie würden Mondpreise verlangen, wurde daraufhin auf Indonesisch beschimpft und dumm angemacht. Wir blieben bei unsrer Schutzlüge wir hätten schon alles gebucht, natürlich mit deren Firma. Wenn man nicht aufpasst kauft man nämlich ein Returnticket und alles wird auf eine Quittung geschrieben, die dann der Fahrer bei der ersten Fahrt behält und dann hat man keinen Nachweis mehr für die Rückfahrt, wäre fast zwei Mädels passiert die auch dort rumsaßen. Dann irgendwann musste alles ganz schnell gehen und wir mussten los, das "Boot" fuhr ja bald. Wir folgten einem Kerl zu einer Pferdekutsche die uns zum Hafen bringen sollte und dachten noch: "Cool das wollten wir ja spätestens auf Gili Air eh machen.". Als er unser Gepäck schon verladen hatte nuschelte er noch was von wegen: "Bus and boat included, but horse is different company." Ahhhhhja!
Natürlich wollte er Geld für den Transfer und zwar 50000 was ungefähr einem Abendessen entspricht (mit Getränk). Sharon argumentierte das niemand uns davon erzählt hätte und wir ja für den ganzen Transfer schon 50000 gezahlt haben. Er ließ sich dann noch auf 30000 runterhandeln meinte aber wir müssten los, das Boot fährt ja gleich und die anderen Pärchen waren schon in ihren Kutschen unterwegs. Ok wir stiegen dann ein und ließen uns ganze 200 Meter bis zum Hafen fahren *WUT* Ich drückte ihm dann 20000 in die Hand und meinte wir hätten nicht mehr. Mit den Schweizern und einem holländischen Paar warteten wir dann noch eine halbe Stunde bis die (Überraschung Überraschung) stinknormale local Ferry fuhr. Auch hier bekamen wir dann von irgendwem den wir vorher noch nie gesehen haben ein Ticket gereicht. Auf der Fähre wurde es dann zwar eng und nass, aber die Überfahrt dauerte auch nur 15 Minuten. Auf Gili Air angekommen warteten dann auch schon die Kutschen, hier gibt es nämlich keine Autos. Vermissen tun wir den indonesischen Verkehr jedenfalls nicht. Wir verzichteten dankend und machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Die erste war schon ok, hatte aber kein Frühstück und war weiter vom Strand entfernt. Die zweite hatte wieder eine defekte Klospülung (wir sind ja lernfähig). Die dritte Option war dann ein schöner Bungalow mit angeschlossenem Open Air Bad, was bei den herrschenden Temperaturen wirklich ein Segen ist, klimatisierte Bäder liegen nämlich nicht in unserem Budget. Der ausgehandelte Preis war dann auch angemessen und wir verstauten Gepäck und machten uns auf ins kühle Nass.
Am Strand angekommen stellten wir fest das es gar nicht so einfach ist, ins Meer zu kommen. Muschelbänke und totes Riff verhindern das. Nach dem ersten Tag kannten wir dann aber die besten "Einstiegsspots". Auch das Riff war anfangs im Vergleich zu Australien eher mau bewohnt, hauptsächlich liegt das an den örtlichen Fischern. Die Maschengröße der Fangnetze ist hier so gering, dass auch junge oder zum essen ungeeignete Fische kaum eine Chance haben. Gerne wird hier auch mit Dynamit gefischt was natürlich fatal für Meeresgrund und -Bewohner ist. In den letzten Tagen allerdings finden wir deutlich mehr Fische (wahrscheinlich weil es langsam kälter wird) und die Gopro kommt ausgiebig zum Einsatz. Abends fanden wir dann in der Chillout Bar einen Pavillon direkt am Strand und genoßen unser Dinner. Seit dem ersten Tag waren wir dort dann Stammgast und schlemmten die Karte rauf und runter, immer mal wieder ging auch das WLAN. Die Aussicht aufs bergige Lombok ist der Wahnsinn und das angenehm warme Wasser und ein nettes Riff warten nur 10 Meter entfernt.
Nur wenn jeden Tag um 1 der Ananasmann vorbei kam wurden wir unserer Bar untreu, stört hier aber keinen. Was uns auffällt ist, das in den angrenzenden Bars fast gar nichts los ist und das hier mal wieder unglaublich viele Deutsche Urlaub machen. Wie schon lange geplant wollten wir nun einen Probetauchgang machen, bevor wir ja zurück auf Bali unseren Tauchschein machen wollten und hatten daher schon vorher eine deutsche Tauchschule mit sehr guten Bewertungen herausgesucht. Wir buchten also einen Probetauchgang und konnten schon am Nachmittag in den Pool. Unsere Tauchlehrerin wartete auf uns und erklärte worauf wir achten mussten und ab ging es. Nach anfänglichen Problemen hatten wir dann die Basics aber ganz gut drauf und freuten uns auf den Tauchgang im offenen Ozean am nächsten Tag. Dieser verlief dann leider nicht wie geplant. Statt einem für Anfänger geeigneten Spot mit sanfter Neigung wurde aufgrund des Wellengangs ein ziemlich langweiliges Riff an einem eher steilen Abgrund angesteuert. Wir gingen also zu viert ins Wasser, neben der Tauchlehrerin war noch eine nette deutsche Medizin und Biologiestudentin ( Medizin UND Bio, verrückt)dabei, die ihren Tauchschein machte.
Wie schon gesagt ging es ziemlich schnell auf die angepeilten 12 Meter runter und entgegen der Vorraussage des Arztes machte Sharons rechtes Ohr beim Druckausgleich nicht so wirklich mit (obowhl das rechte das gesunde ist). Sie blieb dann immer ein paar Meter über dem Rest und versuchte es hinzubekommen. Das ging unserer Tauchlehrerin aber zu langsam und sie fragte via Zeichensprache was los sei. Sharon signalisierte ihr dann Probleme mit dem Druckausgleich, woraufhin sie an den Flossen zu uns hinabgezogen wurde! Das machte das ganze dann noch schlimmer und wir sind deshalb auch immernoch ziemlich sauer, normaler Umgang mit unerfahrenen Tauchern dessen Ohrprobleme bekannt sind sieht anders aus. Sharon tauchte noch ein paar Minuten mit Schmerzen im Ohr und entschied nach 25 Minuten den Tauchgang abzubrechen. Das Boot sammelte sie dann ein und wir tauchten zu dritt weiter, am unspektakulären Abgrund entlang. Wieder auf dem Boot meinte die rabiate Tauchlehrerin noch das Problem wäre das Sharon falsch getaucht sei und ihr halt nicht vertraut hätte. Das sie jedoch von den ersten Metern an Probleme mit dem Druckausgleich hatte und die Tauchlehrerin darauf aber nicht im Geringsten reagiert hat, wie zum Beispiel etwas langsamer auf die 12 Meter herunter zugehen, sah sie anscheinend nicht als das Problem. Das Ende vom Lied war das Sharon nachmittags ziemliche Ohrenschmerzen bekam und in der darauffolgenden Nacht das Ohr zu eitern begann. Zum Glück hatte wir dafür Antibiotikum dabei und nun nach 5 Tagen geht es ihr wieder besser. Leider mussten wir nun deswegen unseren Tauchkurs mit einem vielleicht etwas sensibleren Tauchlehrer absagen. Das gesundheitliche und finanzielle Risiko ist schlicht zu groß.
Was für eine Pleite! Wir haben dann entschieden noch ein paar Tage hier zu bleiben, da es hier deutlich entspannter zugeht als auf dem Festland. Den Preis für unser Bungalow konnten wir dann auch noch ein wenig runterhandeln und so bleibt erstmal alles wie gehabt. Hierzu muss man sagen, dass wir tastächlich momentan weniger für ein komplettes Bungalow zahlen mit Früstück als in Australien ein Bett in dem schlimmsten Hostel gekostet hätte, um genau zu sein wir haben nie ein Hostel gefunden das EIN Bett für EINE Person so günstig angeboten hat, wie uns jetzt ein komplettes Bungalow kostet, wirklich verrückt. Und wen der Preis für das Bungalow interessieren sollte, wir zahlen 14 Euro insgesamt pro Nacht, als 7 Euro pro Person, super was =D
Unsere Reiseplanung verändert sich natürlich, dadurch das wir keinen Tauchschein machen werden, aber Südostasien ist ja groß und die Möglichkeiten vielfältig. Man kann also gespannt sein wo es uns am Ende überall hin verschlägt. Gili Air ist auf jeden Fall, das doofe Taucherlebnis ausdrücklich ausgeschlossen, eines unserer Highlights und macht Lust auf mehr





Hier noch ein paar Bilder von Gili Air






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10 Monate gereist - und plötzlich Tourist

Freitag, 7. September 2012

Am Mittwoch ging es dann weiter nach Bali. Bei der Gepäckwaage dann die erste Überraschung, wir hatten tatsächlich unser Reisegepäck (ohne Handgepäck) auf 15kg zu reduzieren. Der Flug war dann ein wenig wackeliger als sonst aber ein Tatort hat uns erfolgreich abgelenkt. Nachdem wir dann in Bali gelandet waren und aus dem Flughafen raus sind, kamen gefühlt 10000 Taxifahrer auf uns zu und wollten uns fahren. Gut informiert wie wir eigentlich immer sind, wussten wir ungefähr was eine Fahrt nach Padang Bai kostet und konnten dann erfolgreich vermeiden abgezockt zu werden. Wir hatten aber noch keine Unterkunft gebucht, weil wir in Bali eigentlich immer handeln müssen, um angemessene Preise zu bekommen. Leider kamen wir aber erst so gegen 20 Uhr los und hofften das unser erwähltes Quartier uns noch aufnehmen würde. So gegen 22:30 kamen wir an und tatsächlich war noch ein Zimmer für uns frei. Wir konnten den Preis zwar noch drücken aber aufgrund der Uhrzeit nicht in dem erwünschten


Rahmen.
Am nächsten morgen war geplant mit der Fähre nach Lombok überzusetzen und zwar so günstig wie möglich. Wie wir schon im Netz gelesen haben werden einem in Padang Bai an allen Ecken Speedboatfahrten angeboten, dem war auch so. Trotzdem nahmen wir dann ein deutlich günstigeres Angebot mit der staatlichen Fähre und nach Sengiggi mit einem Minibus an. Wir wurden dann noch zum Hafen begleitet, verloren aber unseren mofafahrenden Guide und standen mitten im Hafen und fanden den Eingang zur Fähre nicht.


fanden dann doch noch unseren Guide, er hatte einfach nur ein anderes Paar noch abgeholt (danke fürs Bescheid geben) und gingen aufs Schiff. Sharon war dann auf einmal saubeliebt, beziehungsweise ihr Koffer; wir bekamen es aber auch ohne bezahlte Hilfe hin. Die Fahrt an sich war gar nicht so schlimm, das on Board Entertainment war aber eine Qual. Direkt nach dem Ablegen wurde "My heart will go on" gezeigt, gefolgt von einem "Weißer Hai" Abklatsch. Doch die letzten 2 Stunden liefen Musikvideos von asiatischen Schnulzen... Wenn ich nochmal ein schlechtes Wort über deutschen Schlager verliere, erinnert mich an diese qualvollen Stunden.
Wir lasen schon vorweg, dass die Fährhafenorte von Lombok eher gemieden werden sollten wenn man nicht unentwegt irgendetwas angedreht bekommen will. Also hatten wir wie schon erwähnt einen Transfer ins touristenfreundlichere Sengiggi gebucht. Doch vorweg ein paar Worte über den indonesischen Verkehr obwohl es reicht auch eins: ANARCHIE.


Die Taxifahrt am Vorabend war schon sehr eindrucksvoll aber bei Tageslicht war es nochmal doppelt extrem. Es fahren zwar dreimal so viele Mofas und zwar oft mit der ganzen Familie, aber den Ton gibt ganz klar das nächstgrößere Auto an. Es wird unentwegt gehupt und die Überholmaneuver sind waghalsig. Die Mofas quetschen sich dann in Lücken die eigentlich gar nicht da sind.


Wir kamen also in Lembar an und suchten unseren Bus und wurden dann erst in ein Büro verfrachtet und über unsere Reisepläne ausgefragt, damit man uns noch mehr andrehen kann. Wir und ein spanisches Päärchen machten denen schnell klar, dass es bei uns mit Druck nichts zu holen gibt, nur zwei Französinnen hörten sich bereitwillig die Angebote an. Nach einer Viertelstunde ging es dann los, durch den Verkehr von Lombok. In den Zentren ist das ein permanentes Gedränge, denn Ampeln gibt es so gut wie keine. Nach einer Stunde wurde dann auf einem Hof gehalten und es wurde nochmal versucht uns weitere Tickets anzudrehen.


Ziemlich angesäuert lehnten wir wieder ab und es ging nochmals weiter bis nach Serengiggi. Natürlich wurden wir, endlich am Ziel, hier wieder an einem der Büros rausgelassen und gebeten hereinzukommen. Alle Businsassen packten ihre Sachen und verschwanden. Das ewige belagert werden nervt uns.
Jetzt fällt es uns erst auf, wie angenehm Australien zu bereisen ist. Man wird in Ruhe gelassen und kann sich frei bewegen.


Hier in Indonesien warten in den Touriorten unmengen an Verkäufern, weshalb wir uns schnell zwei Ziele gesetzt haben: 1.auf die ruhigen Gilli Inseln zu reisen und zwar auf Gilli Air, denn hier gibt es keinen motorisierten Verkehr und es soll traumhaft einsam und ruhig sein. 2. Wollen wir auch das Land sehen und nicht nur die klassischen Touristenorte, denn auch in Seringiggi wird man permanent angelabert.
Wir machten uns nachdem wir ein bemerkenswert günstiges Hotel gefunden haben (4,50€ pro Person,einziger Nachteil ist die Toilettenspülung die aus einem Eimer Wasser besteht, okay vielleicht daher der günstige Preis :D) machten wir uns auf die Suche nach guten Angeboten für eine Inselüberfahrt zu Gili Air und eine Tour durch Lombok.


Beides bekamen wir zu unseren Konditionen und waren recht zufrieden. Abends gingen wir dann das erste Mal auf unserer Reise in ein Restaurant essen. Das Essen war wirklich fantastisch und wir stellten fest, dass unser Reiseleben sich von Grund auf geändert hat. Das bringt negative Faktoren mit sich, nämlich überall als Tourist angesehen zu werden, aber Dinge wie ein Doppelzimmer und ab und zu ein gutes Essen machen uns glücklich. Gerade weil wir in den letzten Monaten sehr reduziert gelebt haben, vor allem bezogen auf kulinarische Genüsse, wissen wir das nun extrem zu schätzen.



Am Freitag ging es dann mit unserem eigenen Fahrer auf Inseltour. Wir baten darum an einem traditionellen indonesischen Markt zu halten und das war unser erster Stop. Hier drehten wir dann eine Runde und durften ein paar Fotos machen. Es fiel uns auf, dass die Frauen hier tatsächlich fast alles auf dem Kopf transportieren und zwar mit unglaublicher Balancefähigkeit. Es war sehr eng zwischen den Ständen und wenn wir nicht eh schon auf Fisch verzichten würden, hätten wir nun allen Grund dazu ;-)























Es hatte aber seinen eigenen Charme und wir bekamen den Einblick den wir wollten.
Schon auf der Fahrt nach Sengiggi sahen wir immer wieder Felder, Grundstücke und Strände die die komplett zugemüllt waren. Das scheint hier ein wirkliches Problem zu sein, denn die Tiere beginnen dann diesen Müll zu essen. Besonders bei Affen sieht das dann mitleidserregend aus. Stichwort Affen: wir fuhren eine steile kurvige Strecke durch einen Wald voller Affen. Ein paar Fotos geben euch einen guten


Eindruck.
Zu dem Problem mit dem Müll. Leider macht das eine eigentlich wirklich sehr schöne Insel sehr hässlich. Es scheint wohl keinen wirklich zu interessieren und jeder schmeißt einfach alles irgendwo auf die Strasse oder Wiesen. Je weiter man jedoch ins Landesinnere kommt, desto sauberer ist es. Vielleicht liegt dies daran das die einfacheren Dörfer nicht an die Produkte mit dem ganzen Verpackungsmüll rankommen und mehr von dem eigenen Anbau leben, der ja nicht wirklich Müll verursacht. Wir wissen es nicht und verstehen auch nicht warum sich keiner dieser Sache annimmt. Sehen die Menschen nicht was sie ihrer schönen Insel damit antun?
Wir haben uns selber gefragt ob wir Lombok jemand anderem empfehlen würden und sind uns einig, wer Urlaub mit Traumstränden sucht und Ruhe ist hier vielleicht nicht ganz an der richtigen Stelle, interessant ist die Insel mit ihren Bewohner trotzdem und sie hat wirklich wunderschöne Ecken, wenn der Müll nur nicht wäre...

Weiter ging es auf jeden Fall durch Landschaften mit wahnsinnigem Panoramen. Auf den Feldern hier werden hauptsächlich Reis und Erdnüsse angebaut und das wirklich quadratkilometerweit. Wir fuhren zwei Wasserfälle an, welche auf einem Berg liegen. Unser Fahrer erklärte uns, dass ein Kanal den Berg hinabläuft und das Wasser vom Wasserfall bis zum Meer transportiert und das Wasser von den Dorfbewohnern zum waschen, baden und putzen verwendet wird.


Am Startpunkt angekommen holte uns Danny unser Guide ab und wir machten uns zu dritt auf den Weg. Der Regenwald lag in einer unfassbar schönen Landschaft und wir hatten einen Ausblick der mit amazing nicht hinreichend beschrieben ist aber sehr selbst.
Der erste Wasserfall war schon ganz nett, aber der zweite war wirklich der Hammer. Beide waren zugewachsen und in dem zweiten konnten wir sogar planschen und die neue Kamera ausprobieren.























Erst wollten wir keine Runde schwimmen, denn es begann ziemlich genau bei unserer Ankunft an zu regnen, aber nun waren wir schon mal da, also ging es dann doch hinein :) hierbei sind dann nur Videos enstanden, die ja leider nicht so wirklich wollen. Das Problem dabei ist, dass wir Musik hinterlegt haben, dürfen wirnaber wohl nicht. Wir wollten sie auch gerne ohne Musik hochladen, aber dafür ist das WLAN in unserer derzeitigen Unterkunft zu langsam. Danny hat uns auf jeden Fallsehr gut geführt und immer wieder interessante Sachen zu Land und Leuten erzählt. Wir mussten dann noch über 400 Stufen hinauf und nahmen unser Mittagessen in einem Restaurant mit einem unbeschreiblichen Ausblick über Reisterassen, Regenwald und Wasserfall ein.









Beeindruckende Reisterrassen


Danach ging es zurück nach Sengiggi und wir machten noch ein paar



Fotostops.
Morgen geht es dann nach Gilli Air. Wir freuen uns schon drauf.

Asien für Anfänger- Singapur

Mittwoch, 5. September 2012

Nach der doch recht unkomfortablen Nacht auf dem Flughafen in Perth ging es nach Singapur. Gepäckmäßig haben wir es erstaunlicherweise wirklich geschafft nicht das 23kg p.P. Limit zu sprengen. Die Mehrwertsteuer von Sharons Kamera bekommt sie auch zurück, Karen der Drache und der Staat Australien haben ihr also ein neues Spielzeug spendiert und wir versuchen es mal ein wenig in den Blog einzubinden, damit ihr treuen Leser medial nicht unterfordert werdet nach 10 Monaten.
Zum Flug gibt es nicht viel zu berichten, einige schöne Ausblicke könnt ihr aber mitgenießen ( im Video ganz unten)

In Singapur angekommen wurden wir dann von der enormen Luftfeuchtigkeit überrascht. Wir sind ja beide nicht so die Fans von Klimaanlagen aber hier ist es echt eine Wohltat und im Gegensatz zu australischen Supermärkten echt notwendig. Das Hostel hatten wir schon online gebucht und eine relativ detaillierte Wegbeschreibung bekommen. Trotzdem gab uns die Viertelstunde Fußweg von Ubahnstation hierhin den Rest. Völlig erschöpft ging es direkt ins Bett.

Nach 6 Monaten auf der billigen Ikea Schaumstoffmatratze (von den 3 Monaten auf Fahrer- und Beifahrersitz schweigen wir mal) waren echte Federkernmatratzen eine Wohltat für Rücken, Knie und alle anderen Wehwehchen die sich so angesammelt hatten. Auch sonst macht das Hostel echt was her: gutes Frühstück, vergleichsweise sauber und bezahlbar.

Am ersten Tag ging es dann mit unseren Ubahnpässen auf zur Stadterkundung. Als erstes fuhren wir nach Little India und machten einen Rundgang durch die schmalen vorbei an unzähligen Läden voller Bollywoodkleidchen. Ungewohnt ist es sich komplett unterwegs zu versorgen. Supermärkte gibt es hier kaum und "zuhause" gekocht wird auch selten. Im vergleich zu Australien sind Nahrungsmittel hier aber auch wieder bezahlbar und andere Backpacker erzählten uns, das Singapur im Vergleich zu Thailand teuer ist.

Nach Little India ging es zwei Haltestellen weiter (das Ubahnnetz ist hier wirklich unkompliziert, sauber und komfortabel) nach Chinatown. Hier war alles eine Nummer größer und voller. Erste Handelversuche um ein neues Reisetagebuch für Sharon verliefen erfolglos. Langsam machte sich bemerkbar das wir das stundenlange rumlaufen nicht mehr gewohnt sind und wir fuhren nochmal in die Haupteinkaufsstraße um eine extreme SD Karte für Sharons neue Kamera und Kinotickets für Batman zu kaufen.

Das mit der SD Karte war dann auch eine gewaltige Pleite. Hatte uns ein Händler in Chinatown noch versichert es gäbe in Singapur keine Extreme-Karten, wartete ein anderer mit einem Mondpreis auf. Er lies sich dann noch runterhandeln, trotzdem machte sich bemerkbar das wir ohne mobiles Internet aufgeschmissen sind. Hätten wir gewusst das die Karte in Deutschland 15€ kostet (und damit gar nicht so weit von einer normalen Karte entfernt ist) hätten wir nicht umgerechnet das dreifache gezahlt. Ab jetzt wird allem ohne Preisschild misstraut!

Karten fürs IMAX sind hier aber nur halb so teuer wie in Australien, weshalb es Raphaels sehnsüchtiger Wunsch war Batman nochmal wiederauferstehen zu sehen und diesmal mit ordentlich wumms und mehr als erahnten Dialogfetzen, weshalb wir uns Tickets für Montag kauften.
Als nächstes ging es in den Foodcourt gegenüber vom Hostel um zu Abend zu essen. Wir suchten uns zwei bezahlbare Gerichte für jeweils 2,20€ raus und suchten uns einen Platz, abends ist es nämlich gut voll. Zwei nette asiatische Omas gesellten sich zu uns und fingen an uns in die Geheimnisse der asiatischen Esskultur einzuführen, zumindest ist es das was wir verstanden haben. Wenn der Laden mit der längsten Schlange an wartenden Kunden aber Froschschschenkel und Hühnerfüße verkauft passen wir. Wir wurden dann auch eingeladen die Gerichte der beiden zu probieren, sprich sie haben es uns lächelnd auf den Teller gelegt. Waren die Fleischbällchen in süßsaurer Soße noch wirklich gut kamen kurze Zeit später die Meeresbewohner. Während Sharon sich auf eine Fischallergie berufen konnte, musste Raphael in den saurenApfel bzw. die frittierten Garnelen beißen. Hier nochmal vorher- Nachher Fotos, damit ihr einschätzen könnt wie das ungefähr ablief. So schnell wie sie gekommen waren, waren die beiden auch wieder am aufbrechen. Sie haben es echt geschafft während sie uns unterhalten haben zwei ordentliche Portionen Reis mit besagten Beilagen zu verschlingen. Wir wurden dann noch mit Doggybags und Wasser ausgestattet und ziemlich abrupt waren die zwei im Gewühl verschwunden. Diese Begegnung nahm uns die Berührungsängste und wir finden uns immer besser zurecht.


Am Montag ging es dann zur Post um endlich unser Gepäck um Winterklamotten und Outdoorausrüstung zu erleichtern. Es hat lange gedauert alles auszufüllen und zu verpacken, aber am Ende sind 16 Kilo auf dem Weg nach Lumda. Wir hoffen auf gutes Gelingen diesmal, hoffentlich bellt die Tora den Hermesfahrer (sollte es denn einer sein) ordentlich zusammen während er das 16 Kilo balanciert und um eine Unterschrift bettelt ;-)

Leider hatten wir keine Zeit mehr um uns ums vietnamesische Visum zu kümmern und verschoben den Botschaftsbesuch auf Dienstag, ein H&M Besuch war vor dem Kino aber noch drin. Der Film war dann auch wirklich ein komplett anderes Erlebnis. Selbst Raphael versteht jetzt den Sinn hinter Catwomans Rolle im Film, trotzdem kommt an Michelle Pfeiffer und den Verfilmungen von Tim Burton nix vorbei.
Am Dienstag ging es dann in die vietnamesische Botschaft um ein Visum für unseren geplanten Aufenthalt zu beantragen. Leider mussten wir erfahren, dass die normale Bearbeitungszeit eine Woche beträgt und ein Expressvisa über 100€ kosten würde. Wir versuchen jetzt in Kuala Lumpur ein günstigeres Visa zu bekommen, denn ohne Ausweis lassen sie uns am Mittwoch leider nicht nach Bali.
Wir verdauten den Schock bei einem Fruchtsaft und einem Spaziergang im botanischen Garten von Singapur.

Leider sind hier weitreichende Bauarbeiten im Gange, weshalb man nicht überall hin kann und teilweise zwischen Bauzäunen entlang läuft und nicht zwischen exotischen Blumen. Abends machten wir uns nochmal auf in die Stadt um eine Lasershow anzuschauen die uns empfohlen wurde. Technisch war diese auch wirklich beeindruckend und die Kulisse vor der Skyline Singapurs tut ihr übriges. Inhaltlich regierte für unseren Geschmack allerdings zu sehr der Kitsch.
Generell war Singapur der ideale Einstieg in unser Abenteuer Südostasien. Hier zu starten ermöglicht uns zumindest einen weicheren Übergang.
Morgen geht der Flieger nach Bali/Lombok, wir freuen uns aufs Meer und die Bewohner (Fische sind Freunde, kein Futter).



Leider können wir es nicht in HD hochladen, deswegen ist die Qualität nicht so toll. Ton anmachen nicht vergessen ;) und jetzt dann auch der richtige Link https://vimeo.com/48859009 (diesen Link oben in das Adressfeld einfuegen)